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Als zu Beginn der Woche klar war, dass die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomkraft bis zum Jahr 2022 beschließen werde, reagierte die Börse natürlich sofort. Die Aktien von Öko-Anbietern schossen in die Höhe wohingegen die der Atomkonzerne klar verloren.
Bis Montag Mittag schossen die Aktien des Windkraftanlagenbauers Nodex um 11,28 Prozent auf rund 6,70 Euro hoch. Auch der Solarzellenhersteller Q-Cells konnte aus seinem Rekordtief herauskommen und rückte um 10,23 Prozent auf 1,95 Euro vor. Ähnlich erging es auch Branchenkollegen wie Solarworld oder Phoenix Solar.
Die Aktien von RWE verloren um 2,35 Prozent und lagen danach bei 40 Euro, die von Eon rutschten um 2,17 Prozent auf 19,58 Euro ab. Diese beiden gehörten damit zu den Dax-Schlusslichtern. So manch ein Experte geht davon aus, dass dies in Zukunft eine Trendwende einläuten könne.

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Die Globalisierung hat zur Folge, dass Unternehmen Märkte auf der ganzen Welt erschließen und nicht mehr nur an die Heimat gebunden sind, dies ist nichts Neues. Laut des Beratungs- und Prüfungsunternehmens Ernst & Young sind die Dax-Konzerne eindeutig die Gewinner in Sachen Globalisierung, zumindest wenn man ihre eigenen Entwicklungen betrachtet.
Laut einer Analyse der frischen Geschäftsberichte für 2010 der 28 Dax-Unternehmen (ohne Deutsche Bank und Commerzbank) werden inzwischen 75% der Umsätze im Ausland gemacht. Der Heimatmarkt spielt eine immer geringere Rolle und ist nur noch einer von vielen.
So wird im Schnitt nur noch jeder vierte Euro von den Dax-Unternehmen in Deutschland erwirtschaftet. Zudem wachsen sie im Ausland rund doppelt so schnell wie hierzulande. Verglichen mit dem Vorjahr 2009 wuchsen die deutschen Börsenschwergewichte 2010 in Deutschland um 9%, im Ausland hingegen um 19%.
Metro, RWE und Deutsche Telekom landen bei den Deutschlanderlösen auf knapp unter 40%, ThyssenKrupp, Munich Re und Deutsche Post kommen nur auf gut 30%. Selbst BMW, Daimler und VW verdienen nur jeden fünften Euro in Deutschland, obwohl wir 2010 der viertgrößte Automarkt der Welt waren.
Die Konzerne betonen jedoch immer wieder, dass Deutschland für sie eine besondere Bedeutung hätte, da die Forschung, Entwicklung und Verwaltung hierzulande das Herzstück bilde. So manch einem Arbeitnehmer wird dies aber wohl nur wenig nutzen…

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So langsam scheinen sich die Börsen erholt zu haben, zumindest wenn man dies an den Dividenden der Dax-Konzerne festmacht, denn diese haben für das Geschäftsjahr 2010 einen beinahe so hohen Wert erreicht wie vor der Wirtschafts- und Finanzkrise.
Die Aktionäre der 30 Leitindex-Riesen können sich über einen Geldregen in Höhe von insgesamt 25,6 Milliarden Euro freuen. Dies ist ein Anstieg von 28% im Vergleich zum Vorjahr 2009. Die Zahlen basieren auf den Berechnungen des Beratungs- und Prüfungsunternehmen Ernst & Young.
Danach steigern in dieser Bilanzsaison 23 der 30 Dax-Unternehmen ihre Dividenden und das teilweise erheblich. Nur fünf lassen sie unverändert. Die Telekom schüttet beispielsweise weniger aus und die Commerzbank wie bereits im Jahr davor nichts. Spitzenreiter in Sachen Steigerung ist der Lastwagen- und Motorenbauer MAN, die nach bisher 25 Cent nun 2 Euro pro Anteilsschein zahlen wollen.
Die höchste Dividende soll jedoch vom Rückversicherer Munich Re kommen: 6,25 Euro sind geplant, was ein Plus von 9% bedeutet. Damit reicht laut Ernst & Young die Dividendensumme fast an das Niveau von 2007 heran. Die 30 Dax-Riesen verbuchten im Geschäftsjahr übrigens einen Ertrag von insgesamt 96,6 Milliarden Euro, ein Plus von stolzen 66% im Vergleich zum Vorjahr!
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