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LVHM übernimmt Bulgari aber scheitert beim Kauf von Hermes

5. März 2011 Keine Kommentare

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LVHM (Louis Vuitton Moet Hennessy) ist ein französischer Luxusgüterkonzern, der im letzten Jahr versuchte die Mehrheit bei Hermès zu erreichen und scheiterte. Diesmal aber war er mit dem Kauf von Bulgari erfolgreich. Bulgari ist italienischer Hersteller von Luxusuhren und -schmuck mit Sitz in Rom. Ab sofort gehört er zum größten europäischen Luxuskonzern, d.h. er gehört zum Imperium des reichsten europäischen Unternehmens LVHM. Von der Eigentümerfamilie Bulgari hat LVHM 50,4 % der Anteile übernommen.

Dafür hat Bulgari LVHM Aktien eingeheimst. Dies bedeutet, dass die Bulgaris zweitgrößter Familien Aktionär in der französischen Luxusfirma werden. Zusätzlich sind die Bulgaris beide im Vorstand und mit zwei Sitzen im Aufsichtsrat vertreten. 152,5 Millionen Aktien wurden so zu 16,5 Millionen LVHM Papieren. Bernhard Arnault aber bleibt alleine Chef des Luxusgüterkonzerns und bestimmt alleine die Firmengeschicke. Für die restlichen Bulgari Aktien muss der französische Konzern in Bälde Angebote zur Übernahem der Restaktien machen, damit sich Bulgari bei der Börse in Mailand abmelden kann. So hat man den Aktionären zum Verkauf das Angebot von 12,25 € je Aktie vorgelegt. Letztlich beläuft sich der Gesamtwert der Transaktion auf 3,7 Milliarden Euro.

Arnault hat über Jahre hinweg Nobelmarken in der ganzen Welt aufgekauft und zum Luxusgüterimperium vereint. Zu seiner Firma gehören Louis Vuitton, Christian Dior, Kenzo, Moet-Chandon, Hennessy und TAG Heuer. Durch den Zusammenschluss mit dem Luxusunternehmen schossen die Bulgari Aktien, die bis dorthin im Keller waren, in die Höhe. Bulgari begründete den Verkauf damit, auf diese Weise den Konzern weiter zu internationalisieren. Mit weiteren Übernahmen und einem Kurswechsel im Unternehmen wird gerechnet, weil nach der Wirtschaftskrise doch einige Marken in schweres Wasser geraten sind. Als Arnault im Jahr zuvor mit 20% bei Hermès einstieg reagierte die französische Börse und veränderte sogar ihre Börsenregeln deshalb. Auch die Eigentümerfamilie Hermès ist nicht besonders erfreut über den Deal.

Allgemein wird von Fachleuten der gesamte Übernahmehandel wegen der Synergieeffekte als sinnvoll bezeichnet. Aber auch der Anteil von Hermès mit 20% kann sich sehen lassen. So wird auch eine scheinbare Niederlage ein Gewinn. Durch Gründung einer Holding hat die Familie Hermès die LVHM Mehrheit verhindert, die französische Börsenaufsicht AFM hat dies noch nicht genehmigt.

Wer ein bisschen im Sortiment von LVHM shoppen will, sollte sich mal auf ShopStyle Deutschland umschauen, denn dort werden die Angebote verschiedener Online-Shops zusammengefasst.