Bernard Madoff wettert vom Gefängnis aus gegen Banken
In den Augen vieler war es der größte Finanzbetrug aller Zeiten: Über Jahrzehnte hatte Bernard Madoff ein Schneeballsystem betrieben. Dabei wurden die versprochenen Traumgewinne immer wieder mit dem Geld von neuen Anlegern finanziert. Im Zuge der Finanzkrise platzte diese Blase und der Milliardenbetrug flog auf. Etliche Anleger verloren dabei ihre kompletten Ersparnisse. Bernard Madoff wurden zu 150 Jahren Haft verurteilt.
Vom Gefängnis aus, gibt er seit einigen Wochen etliche Interviews, in denen er immer wieder gegen die großen Banken schießt. Für so manch einen sieht dies jedoch so aus, als würde er nicht versuchen sein Gewissen zu beruhigen, sondern einfach nur die Schuld auf andere abwälzen.
Vor allem seine ehemalige Hausbank JPMorgan schwärzt der Wall-Street-Betrüger an. Es sei keine Seltenheit gewesen, dass 100 Milliarden Dollar auf einem Konto auftauchten und dann auf einmal wieder verschwanden. Von solchen Machenschaften hätten viele hochrangige Manager etwas gewusst. JPMorgan sei vollkommen im Klaren über die Abschlüsse von Madoff gewesen. Die Bank selbst weist jegliche Mitwisserschaft von sich.
In diesem Zusammenhang werden aktuell einige Banken verklagt und bei so manch einer konnte man sich bereits auf einen Vergleich einigen. Laut Madoff würden auch die britischen und Schweizer Großbanken HSBC und UBS große Probleme bekommen.
