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Bereits vor Weihnachten hatte die Europäische Zentralbank (EZB) in Geschäftsbanken fast 500 Milliarden Euro gepumpt um nach eigenen Angaben eine Kreditklemme zu verhindern. Nun soll eine weitere Geldflut für die Banken folgen, die heute bekannt gegeben werden soll.
Dabei geht es vor allem darum, dass Geschäftsbanken in Europa stark von der Möglichkeit Gebrauch machen sollen, sich drei Jahre lang günstiges Geld bei der EZB leihen zu können. Wie stark dies ausfallen wird, soll heute öffentlich gemacht werden. Alleine schon der lange Zeitraum von drei Jahren ist eher ungewöhnlich.
Es ist nun schon das zweite Geschäft mit dieser Laufzeit innerhalb von nur zwei Monaten. Grund für diese Pläne sei vor allem die Märkte zu beruhigen. Der Dax reagierte direkt positiv und kletterte nach dieser Aussicht auf weiteres günstiges Geld der EZB um 0,8 Prozent auf 6939 Zähler. Ähnlich verlief es auch an den Börsen in Madrid oder Paris.

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So langsam scheinen sich die Börsen erholt zu haben, zumindest wenn man dies an den Dividenden der Dax-Konzerne festmacht, denn diese haben für das Geschäftsjahr 2010 einen beinahe so hohen Wert erreicht wie vor der Wirtschafts- und Finanzkrise.
Die Aktionäre der 30 Leitindex-Riesen können sich über einen Geldregen in Höhe von insgesamt 25,6 Milliarden Euro freuen. Dies ist ein Anstieg von 28% im Vergleich zum Vorjahr 2009. Die Zahlen basieren auf den Berechnungen des Beratungs- und Prüfungsunternehmen Ernst & Young.
Danach steigern in dieser Bilanzsaison 23 der 30 Dax-Unternehmen ihre Dividenden und das teilweise erheblich. Nur fünf lassen sie unverändert. Die Telekom schüttet beispielsweise weniger aus und die Commerzbank wie bereits im Jahr davor nichts. Spitzenreiter in Sachen Steigerung ist der Lastwagen- und Motorenbauer MAN, die nach bisher 25 Cent nun 2 Euro pro Anteilsschein zahlen wollen.
Die höchste Dividende soll jedoch vom Rückversicherer Munich Re kommen: 6,25 Euro sind geplant, was ein Plus von 9% bedeutet. Damit reicht laut Ernst & Young die Dividendensumme fast an das Niveau von 2007 heran. Die 30 Dax-Riesen verbuchten im Geschäftsjahr übrigens einen Ertrag von insgesamt 96,6 Milliarden Euro, ein Plus von stolzen 66% im Vergleich zum Vorjahr!

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Die schlimmen Ereignisse in Japan hatten in den vergangenen Tagen natürlich auch Auswirkungen auf die Börse. Vor allem die Angst vor den Folgen einer nuklearen Katastrophe veranlasste die Anleger gestern zu fast schon panischen Reaktionen. In Tokio rutschte der Nikkei-225-Index um über zehn Prozent ab und der Dax in Frankfurt in der Spitze um mehr als fünf Prozent.
Experten gehen jedoch davon aus, dass die Folgen der Katastrophe auf die Weltwirtschaft langfristig gesehen eher gering sein werden. Es handle sich bei den meisten Auswirkungen, wie zum Beispiel auch für Konzerne, die in Japan produzierten, um eher temporäre Phönomene. Jedoch ist man mit solchen Prognosen noch etwas vorsichtig, denn wenn es zum atomaren Super-GAU kommen sollte, weiß natürlich niemand, was genau passiert.
Die Folgen für Japan selbst werden höchstwahrscheinlich verheerend sein und die Kaufkraft gemindert. Viele gehen zudem von Auswirkungen auf den Energie- und Ölmarkt aus. Hier werden die Preise wohl steigen. Bleibt aber natürlich in erster Linie zu hoffen, dass den Menschen in Japan weitere schlimme Folgen so gut es geht erspart bleiben!
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