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Artikel Tagged ‘EU’

Fusion von Deutscher Börse und NYSE wackelt

11. Januar 2012 Keine Kommentare
Deutsche Börse by wikimedia Dontworry Fusion von Deutscher Börse und NYSE wackelt

cc by wikimedia/ Dontworry

Eigentlich sollte die geplante Fusion der Deutschen Börse und der NYSE bereits bis Ende 2011 über die Bühne gegangen sein. Durch diesen Zusammenschluss würde die größte Börse der Welt entstehen. Experten erhoffen sich davon unter anderem eine Stärkung der europäischen und US-amerikanischen Finanzräume. Seit längerem gibt es jedoch auch Kritik gegen diese Pläne, die nun sogar die Fusion zum Wackeln bringen könnten.

So reiht sich nun in die Kritiker auch der EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia ein. Er befürchtet die Entstehung eines Monopols auf dem europäischen Derivatemarkt. Eine Kritik, die unter anderem auch schon die hessische Börsenaufsicht geäußert hatte.

Es soll bereits ein Entwurf für die offizielle Ablehnung der Fusion verfasst worden sein. Die Frist für die endgültige Entscheidung endet am 9. Februar. Bis dahin müssen sich die EU-Kommissare geeinigt haben, wobei eine Mehrheit nötig ist.

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Führende EU-Politiker fordern umfassende Finanzreform

2. November 2011 Keine Kommentare
Occupy Wall Street by flickr david shankbone Führende EU Politiker fordern umfassende Finanzreform

cc by flickr/ david_shankbone

Dass bei unserem Finanz- und Wirtschaftssystem so einiges in Schieflage geraten ist, müssen wir an dieser Stelle wohl nicht noch einmal extra ausführen. Die weltweiten Proteste und die Handlungen der Wirtschaftsbosse und der Politiker sprechen für sich. Nun haben führende EU-Politiker wie der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder in einem offenen Brief zu umfassenden Reformen im Finanzsektor aufgefordert.

So wird unter anderem die Einführung einer weltweiten Finanztransaktionssteuer gefordert. Diese Idee wird in der EU ja bereits seit einiger Zeit diskutiert, jedoch macht sie in den Augen vieler nur weltweit wirklich Sinn. Zudem müssten die einzelnen Länder stärkere Kontrollen für die Finanzmärkte einführen und den Banken mehr Eigenkapital vorschreiben.

Im außerbörslichen Handel sei desweiteren eine bessere Überwachung von riskanten Geschäften nötig. In dem offenen Brief rieten die Politiker außerdem dazu, die seit längerer Zeit anstehenden Probleme bei den weltweiten Wechselkursen endlich anzugehen. Bei der jetzigen Entwicklung könnten umfassende Reformen, die wirklich etwas bringen, unsere letzte wirkliche Chance sein…

EU: Neue Regelungen für Ratingagenturen?

26. Oktober 2011 Keine Kommentare
Ratingagentur by flickr Funky Tee EU: Neue Regelungen für Ratingagenturen?

cc by flickr/ Funky Tee

Wir hatten in den letzten Wochen an dieser Stelle immer wieder über das Problem von europäischen Staaten mit den US-Ratingagenturen berichtet. Mitten in der Krise stufen Moody’s und Co. munter die Noten von finanziell angeschlagenen Ländern ab. Viele Experten und auch die EU-Kommission vertreten die Ansicht, dass dies die Situation nur noch verschlimmert und die Krise beschleunigt.

So soll im kommenden Monat ein Vorschlag zu neuen Regelungen für Ratingagenturen diskutiert werden. Dieser sieht unter anderem vor, dass die Wertpapieraufsicht ESMA den Ratingagenturen verbieten könnte, die Wertungen für kriselnde Staaten zu veröffentlichen. Ein Rating, das man für nicht sinnvoll halte, könne so für einen gewissen Zeitraum ausgesetzt werden.

Dies gelte für Staaten, die internationale Finanzhilfen bekommen, was aktuell Portugal, Irland und Griechenland betrifft. Damit dieses Verbot durchgesetzt wird, müssen die Mitgliedsstaaten und das Europaparlament zustimmen. Mit einer Umsetzung ist also frühestens Ende nächsten Jahres zu rechnen.

EU: Sicherungsmechanismen für schnellen Computerhandel an Börsen

7. September 2011 Keine Kommentare
Börse Tokio by fotopedia Stéfan EU: Sicherungsmechanismen für schnellen Computerhandel an Börsen

cc by fotopedia/ Stéfan

Wir haben es erst vor kurzem wieder erlebt: Nachdem eine Ratingagentur die Bonität der USA heruntergestuft hatte, spielten die Börsen weltweit verrückt. Noch jetzt kann man die starken Schwankungen weiter beobachten. Interessanterweise haben die Börsen in dieser Situation jedoch nicht nur auf reale Ereignisse reagiert, sondern die Schwankungen wurden laut Experten vor allem durch den sekundenschnellen Computerhandel verursacht.

Beim Hochfrequenzhandel führen die Computer automatisch Käufe und Verkäufe in Sekundenbruchteilen aus. Bei bestimmten Börsenentwicklungen kann es nun passieren, dass die Computer ohne den Befehl der Händler automatisch hunderte Verkaufsanweisungen pro Sekunde geben. Bei fallenden Kursen führt dies unter Umständen zu Verkaufswellen und es entsteht Panik.

Die EU hat nun angekündigt Regeln für diesen superschnellen Handel einführen zu wollen. So sollen Sicherungsmechanismen in die Software an den Börsen eingebaut werden. Automatische Stopps würden dann beispielsweise den Handel unterbrechen, wenn die Kurse im Sinkflug sind. Im Oktober oder November wolle man eine entsprechende Novelle der EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid vorlegen. Darin soll es um neue Vorschriften für den Wertpapierhandel gehen.

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