Moody’s: Irland auf Ramschniveau
In der vergangenen Woche sorgte erst die Herabstufung von Portugal durch die Ratingagentur Moody’s für Aufregung. Nun folgt in dieser Woche Irland. Moody’s setzte die Bewertung des Landes um eine Note von „Baa3“ auf „Ba1“ herab und zweifelt damit seine Kreditwürdigkeit an. Der Ausblick bleibe auch weiterhin auf „negativ“.
Das heißt im Klartext, dass Moody’s davon ausgeht, dass Irland seine Schuldenprobleme nicht in den Griff bekommt und nach dem Auslaufen der Hilfsprogramme der EU und des IWF Ende 2013 weitere Hilfen benötigt werden.
Für Irland bedeutet diese Herabstufung, dass es für das verschuldete Land nun noch schwerer und teurer wird, sich Geld zu besorgen. Im schlimmsten Fall ziehen sogar Geldgeber ihr Kapital ab, denn an dem Rating der drei großen US-Agenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch orientieren sich nicht nur Banken, sondern auch beispielsweise institutionelle Investoren.
Die Nachricht drückte die Finanzmärkte. Der Euro sackte zu Beginn um fast einen Cent ab und auch der Dow Jones schloss auf einem Tagestiefstand. Dies wird nur noch Öl ins Feuer der Kritiker werfen, denn etliche EU-Politiker werfen den US-Ratingagenturen vor, Europa damit systematisch „kaputt zu machen“. Es werden bereits Drohungen laut die Ratingriesen zu zerschlagen oder aber europäische und asiatische Konkurrenzagenturen zu schaffen.


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