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Griechenland braucht sich zumindest vorerst keine Sorgen mehr um einen Staatsbankrott zu machen. Zum beschlossenen Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro, verzichten zudem private Gläubiger wie Banken, Versicherungen und Fonds auf Schulden in Höhe von 107 Milliarden Euro. Ob dies auch Folgen für die Kleinanleger haben wird, kann man laut Experten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.
Kritisiert wird jedoch jetzt schon von einigen Seiten, dass die Kleinanleger bei den Verhandlungen nicht gefragt wurden. Die Politik und die institutionellen Anleger haben den Schritt im Grunde alleine beschlossen. Grundsätzlich raten die Experten Kleinanlegern nun erst einmal Ruhe zu bewahren, denn die Lage sei noch vollkommen offen.
Private Anleger hätten offenbar am wenigsten zu befürchten, da ihre Anlagen zunächst (!) nicht betroffen seien. Zudem sind die Anteile der Staatsanleihen von Krisenstaaten in deutschen Rentenfonds sehr gering. Auf diese Investmentfonds wird es wohl auch im Moment noch keine Auswirkungen haben, jedoch merkt man natürlich allgemein die aktuell angespannte Lage…

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Globale Zeiten bringen auch globale Krisen mit sich. So wirken sich Umstände wie die aktuelle Krise in den Euro-Staaten auch auf andere Länder aus. Die Weltbank hat nun ihren Ausblick für dieses und das kommende Wirtschaftsjahr vorgelegt und dieser sieht alles andere als rosig aus. Die Experten warnen sogar vor einem Absturz der gesamten Weltwirtschaft.
Das erwartete Wachstum der Weltwirtschaft wurde herunterkorrigiert und zwar auf 2,5 Prozent in diesem und 3,1 Prozent im kommenden Jahr. Betroffen seien hiervon nicht nur die kriselnden Staaten, sondern auch die bisher so starken Schwellenländer wie China oder Indien. In der Eurozone rechnet die Weltbank 2012 nur noch mit einem Wachstum von 0,3 Prozent und 2013 mit 1,1 Prozent.
Die Schwellen- und Entwicklungsländer werden ebenfalls schlechter bewertet als bisher gedacht. Hier rechnet man mit einem Plus von 5,4 Prozent in diesem und mit 6 Prozent im kommenden Jahr. Zudem seien sich die Experten nicht einmal sicher, ob in den Euro-Staaten die genannten Werte überhaupt erreicht werden könnten. Mit dem Jahr 2012 habe ein schwieriges Jahr für die Weltwirtschaft begonnen. Man stehe kurz vor einer erneuten Krise, die die letzte von 2008/09 sogar noch übertreffen könne. Dafür habe man bereits etliche Gegenmittel ausgeschöpft, so dass man sich nun von einer Krise nicht mehr so schnell erholen könne.

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Während die Eurozone aktuell mächtig wankt und die Unzufriedenheit der Bürger mit der Politik und dem wirtschaftlichen System weiter schwankt, sind auch die US-Ratingagenturen dabei mächtig Öl ins Feuer zu gießen. Natürlich müssen sie einen Ausblick liefern, jedoch hat dieser Ausblick leider meist eine Tragweite, die selten förderlich ist.
Anfang dieser Woche hat die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) den Ausblick für Deutschland und 14 weitere Länder der Eurozone auf „negativ“ gesetzt. Dies bedeutet, dass Deutschland schon bald seine Topbewertung von „AAA“ verlieren könnte. Auch andere Länder würden mit dieser Herabsetzung ganz schön ins Wanken geraten und die Situation könnte sich noch drastischer zuspitzen.
S&P spricht von einer 40-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass auf die Eurozone im kommenden Jahr eine Rezession zukommt. Dies läge zum großen Teil auch an dem unentschlossenen Handeln der Politiker. Zur gleichen Zeit wird die Kritik an den US-Ratingagenturen immer lauter. Sie würden die Krise künstlich beschleunigen. Immer mehr fordern nun eine europäische Alternative.

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Wir hatten in den letzten Wochen an dieser Stelle immer wieder über das Problem von europäischen Staaten mit den US-Ratingagenturen berichtet. Mitten in der Krise stufen Moody’s und Co. munter die Noten von finanziell angeschlagenen Ländern ab. Viele Experten und auch die EU-Kommission vertreten die Ansicht, dass dies die Situation nur noch verschlimmert und die Krise beschleunigt.
So soll im kommenden Monat ein Vorschlag zu neuen Regelungen für Ratingagenturen diskutiert werden. Dieser sieht unter anderem vor, dass die Wertpapieraufsicht ESMA den Ratingagenturen verbieten könnte, die Wertungen für kriselnde Staaten zu veröffentlichen. Ein Rating, das man für nicht sinnvoll halte, könne so für einen gewissen Zeitraum ausgesetzt werden.
Dies gelte für Staaten, die internationale Finanzhilfen bekommen, was aktuell Portugal, Irland und Griechenland betrifft. Damit dieses Verbot durchgesetzt wird, müssen die Mitgliedsstaaten und das Europaparlament zustimmen. Mit einer Umsetzung ist also frühestens Ende nächsten Jahres zu rechnen.

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Die drei französischen Großbanken BNP Paribas, Crédit Agricole und Société Générale gehören zu den Instituten, die sich in der Krise rund um Griechenland am meisten engagieren. Dies führte zu hohen Abschreibungen und nun auch dazu, dass die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit von zwei von ihnen, nämlich von Crédit Agricole und Société Générale, herabstufte.
Deren Bewertung wurde jeweils um eine Stufe von „Aa2“ auf „Aa3“ gesenkt. Zudem kündigte Moody’s an, weitere Abstufungen im Zusammenhang mit den angeschlagenen Finanzmärkten zu prüfen.
Bereits in den letzten Tagen verzeichneten alle drei französischen Großbanken an der Börse erhebliche Verluste. So wurde schon seit Anfang der Woche auf eine Abstufung der Institute gewettet. Am Ende wohl eine gute Nachricht für BNP Paribas, die von Moody’s „verschont“ blieb, da man davon überzeugt sei, dass ihr Engagement in den hochverschuldeten Euro-Staaten zu beherrschen sei. Nach Bekanntgabe sanken die Aktienkurse, doch am heutigen Pariser Börsenstart hatten sie sich ein wenig erholt.