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Wir haben es erst vor kurzem wieder erlebt: Nachdem eine Ratingagentur die Bonität der USA heruntergestuft hatte, spielten die Börsen weltweit verrückt. Noch jetzt kann man die starken Schwankungen weiter beobachten. Interessanterweise haben die Börsen in dieser Situation jedoch nicht nur auf reale Ereignisse reagiert, sondern die Schwankungen wurden laut Experten vor allem durch den sekundenschnellen Computerhandel verursacht.
Beim Hochfrequenzhandel führen die Computer automatisch Käufe und Verkäufe in Sekundenbruchteilen aus. Bei bestimmten Börsenentwicklungen kann es nun passieren, dass die Computer ohne den Befehl der Händler automatisch hunderte Verkaufsanweisungen pro Sekunde geben. Bei fallenden Kursen führt dies unter Umständen zu Verkaufswellen und es entsteht Panik.
Die EU hat nun angekündigt Regeln für diesen superschnellen Handel einführen zu wollen. So sollen Sicherungsmechanismen in die Software an den Börsen eingebaut werden. Automatische Stopps würden dann beispielsweise den Handel unterbrechen, wenn die Kurse im Sinkflug sind. Im Oktober oder November wolle man eine entsprechende Novelle der EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid vorlegen. Darin soll es um neue Vorschriften für den Wertpapierhandel gehen.

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Die Ratingagenturen machen sich weltweit weiterhin keine Freunde. Die Kritik an ihnen wird immer heftiger und immer mehr Experten hinterfragen ihre Tätigkeit. Trotz allem haben sie immer noch eine große Macht, die nun auch noch das Katastrophen-gebeutelte Japan zu spüren bekommt. Die Ratingagentur Moody’s hat nun bekannt gegeben, dass man die Bonität Japans abgestuft habe. Die Note wurde von bisher „Aa2“ auf „Aa3“ herabgesetzt.
Es handelt sich dabei um die erste Abstufung Japans nach neun Jahren. Der Ausblick auf die Bonität bleibe jedoch weiterhin auf „stabil“. Als Gründe wurden zum einen das hohe Haushaltsdefizit zum anderen der Anstieg der Staatsschulden seit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise genannt. Obwohl die Regierung versuchte die öffentlichen Finanzen wieder in den Griff zu bekommen, wird der Druck durch die Herabstufung erhöht.
Gleichzeitig ist die Regierung aber auch heftig zerstritten und in der kommenden Woche könnte ein Regierungswechsel anstehen. Japan hat unter allen Industrieländern die höchsten Staatsschulden, die inzwischen 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Die katastrophale Situation nach Erdbeben, Tsunami und Super-Gau macht die Situation allgemein nicht leichter. Kritiker befürchten, dass die Herabstufung von Moody’s die Lage noch verschlimmern könnte.

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Als Anfang August die Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit der USA um eine Note auf „AA+“ senkte, führte dies zu heftigen Schwankungen an den weltweiten Börsen. Anders als S&P hat nun die Ratingagentur Fitch bekannt gegeben, dass man selbst keinen Grund für eine Herabstufung sehe. Bei Fitch wird die Bonität der USA also weiterhin mit der Bestnote „AAA“ geführt.
Auch der Ausblick für das Rating bleibe weiterhin „stabil“. Man sehe die „Pfeiler der außergewöhnlichen Kreditwürdigkeit der USA“ intakt. Das Land habe weiterhin eine entscheidende Rolle im internationalen Finanzsystem und die Volkswirtschaft sei breit aufgestellt, flexibel und wohlhabend. Zudem sei man sich aktuell sicher, dass die Geldpolitik der USA und die flexiblen Wechselkurse es dem Land möglich machen wirtschaftliche Einbrüche abzufedern.
Jedoch betonte Fitch auch, dass man das Rating auch von den weiteren Maßnahmen von Republikanern und Demokraten abhängig mache. Könne man sich nicht auf Einsparungen von mehr als 1,2 Billionen Dollar einigen, würde man den Ausblick für das Rating wohl auf negativ setzen. Eine Herabstufung sei aber auch in diesem Fall nicht angedacht.

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In den vergangenen Tagen richteten sich die meisten Augen mit Spannung und vor allem Sorge auf die weltweiten Börsen. Die Schuldenkrise in den USA und vor allem die Abwertung der US-Kreditwürdigkeit durch eine Ratingagentur führten zu heftigen Kurseinbrüchen und so manch einer vermutete dahinter eine zweite Finanzkrise. Die Kurse schwankten stark, doch nun scheinen sie sich langsam wieder zu erholen.
Sowohl der Dax startete heute mit einem Plus von 2,2 Prozent bei 6.045 Punkten. Ähnlich erging es auch den asiatischen Börsen und denen Lateinamerikas. Auch die Wall Street spricht von einem kollektiven Aufatmen. Der Dow Jones schloss nach den heftigen Verlusten mit kräftigen Kursgewinnen von 3,98 Prozent bei 11.239,77 Punkten.
Als Hauptgrund für dieses Erholen der Kurse wurde die Entscheidung der Fed genannt, die nach einer mit Spannung erwarteten Sitzung bekannt gab, den US-Leitzins bis 2013 weiterhin auf dem Tiefstand zwischen null und 0,25 Prozent zu belassen. Von vielen Experten war dies zwar bereits erwartet worden, doch erst die präzise Ankündigung zum Zeitraum konnte viele erst definitiv beruhigen.

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Die USA stehen kurz vor einer mehr als großen Krise. Seit langem ist bekannt, dass das Land kurz vor der Zahlungsunfähigkeit steht, doch immer noch können sich die Politiker nach ewigen Debatten auf keine gemeinsame Lösung einigen. US-Medien berichten bereits, dass sich die Wall Street schon einmal auf die drohende Katastrophe vorbereitet.
Am 2. August ist Stichtag. Bis dahin sollten sich die Politiker auf eine Erhöhung der Schuldengrenze von 14,3 Billionen Dollar (10 Billionen Euro) geeinigt haben. Die Uhr tickt, doch noch immer kann man offenbar keinen Durchbruch erzielen. Während die Demokraten um Präsident Obama immer mehr einlenken und sich zu drastischen Einschnitten bereit erklären, beharren die Republikaner auf ihrem bisherigen Standpunkt: Sie fordern massive Einsparungen als Bedingung für die Erhöhung des Schuldenlimits, wollen dafür aber nicht einer Steuererhöhung für die Reichen zustimmen, wie es die Demokraten fordern.
An der Wall Street geht man Medienangaben zufolge bereits Planspiele für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit der USA durch. Geldinstitute versuchen etwa das Risiko für US-Staatsanleihen im Falle der Katastrophe einzuschätzen, Ratingagenturen warnen vor schwerwiegenden Konsequenzen wie Herabstufungen und Spekulanten überlegen wie sie Profit aus der Schuldenkrise schlagen können. Angeblich sind Hedgefonds bereits dabei Bargeld zu horten um US-Schulden aufzukaufen, aus denen andere Investoren flüchten könnten.
Grundsätzlich sind die Finanzmärkte angesichts der drohenden Krise unruhig und Experten gehen nicht nur von massiven Folgen für die USA aus, sondern auch für die Weltwirtschaft.
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