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Was sind Forwarddarlehen?

6. Juli 2011 Keine Kommentare

forward kredit 284x300 Was sind Forwarddarlehen?

Forward Kredit

Die günstigen Zinsen von heute, bereits für die Immobilienfinanzierung von morgen sichern, das Forwarddarlehen macht es möglich. Bei der Immobilienfinanzierung lohnt es sich wirklich, den Zinssatz zu beobachten. Geschicktes Timing bei der Finanzierung kann viel Geld sparen. Da niemand, sinnvoller Weise, das Immobiliendarlehn bereits lange Zeit vor der Notwendigkeit der Auszahlung beantragen möchte, allein die Bereitstellungsgebühren würden den Zinsvorteil zu Nichte machen, gibt es diese Darlehnsform.

So funktioniert das Forwarddarlehen
Im Grunde wird, für eine Immobilienfinanzierung der Zukunft, bereits heute der Kreditvertrag geschlossen. Der Zinssatz wird festgeschrieben. Diese Verträge gibt es auch nur im Rahmen der Darlehn mit Grundbuchsicherung. Während der Forward – Periode, die maximal 60 Monate beträgt, werden keine Bereitstellungszinsen fällig. Besonders beliebt sind solche Abschlüsse für Anschlussfinanzierungen. Sie gewährleisten dem Kreditnehmer einen sicheren Zinssatz, bereits für die Zukunft, nach Auslauf der ersten Finanzierung. Allen Leitzinssteigerungen kann er nun gelassen entgegen sehen, bei Senkung des Leitzinses kann er allerdings, daraus auch keinen Nutzen ziehen. Nach Ablauf der Forward-Periode wird das Darlehn zu einem ganz normalen klassischen Annuitätendarlehen.

Gratis ist diese Leistung der Banken nicht. Sie wird mit einem individuellen Zinsaufschlag bezahlt. Trotzdem ist, bei der Finanzierung von Immobilien, die Zinssicherheit meist ausschlaggebend. Einen bezahlbaren Zins festgeschrieben zu haben, ist für die Immobilienfinanzierung oft wichtiger, als beim Zinspoker vielleicht noch einige Euro sparen zu können. Die mit dem Anstieg der Leitzinsen immer wiederkehrenden Immobilienkrisen der letzten Jahrzehnte haben dies bewiesen.

Echte und unechte Forwarddarlehen
Da es keine echten und unechten Forwarddarlehen gibt, ist die Begriffsgebung etwas irreführend. Gemeint ist der unterschiedliche Startzeitpunkt der Zinsbindungsphase. Von einem unechten Forwarddarlehen wird gesprochen, wenn die Periode der Zinssicherung bereits mit der Forward-Periode beginnt. Von einem “echten Forwarddarlehen”, wenn die Zinsfestschreibung mit Beginn der Annuitätendarlehensphase eintritt. Bei einem “Unechten Forwarddarlehen” wird also praktisch die Zeit der Zinsfestschreibung um die Forward-Periode gekürzt.

Inwiefern ein Häuslebauer von diesem Instrument der Zinssicherung gebrach macht, ob sich die Zinsabsicherung, in Anbetracht der Mehrkosten wirklich lohnt, das ist vom Individualfall und vor allem von den Leitzinsen abhängig. In die Zukunft kann niemand schauen, in die Vergangenheit allerdings schon und da hätten sich viele Kreditnehmer gewünscht, die Zinsen frühzeitig gesichert zu haben.

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